Moodle Logo vs. itslearning Logo

In diesem Schritt geht es um den Vergleich, um den sich das ganze Thema dreht: Moodle und itslearning. Beide sind Lernplattformen und können auf den ersten Blick das Gleiche, also Kurse, Material, Aufgaben und Tests anbieten. Der wichtige Unterschied liegt nicht im Aussehen, sondern in einer grundlegenden Frage: Wem gehört die Software eigentlich? Die folgenden Punkte ordnen das ein.

Auf einen Blick11.06.2026
Merkmal Moodle itslearning
Art der Software Open Source, also quelloffen proprietär, also geschlossen
Lizenz GPL, frei nutzbar und änderbar kommerziell, vom Anbieter
Betrieb und Hosting selbst betreibbar auf eigenen Servern läuft in der Cloud des Anbieters
Anpassbar ja, über Code und Plugins nur, was der Anbieter vorsieht
Kosten keine Lizenz, aber Hosting und Support Lizenz oder Abo
Anbieter Moodle HQ und Community (Australien) itslearning AS (Norwegen)
Quellcode und Lizenz11.06.2026

Moodle ist Open Source und steht unter der GPL. Der Quellcode ist also offen und darf von jedem eingesehen und verändert werden (vgl. moodle.org sowie Wikipedia: Moodle).

itslearning ist dagegen proprietär. Die Plattform gehört der Firma itslearning AS aus Bergen in Norwegen, der Quellcode ist geschlossen und nicht einsehbar (vgl. Wikipedia: itslearning). Man nutzt den fertigen Dienst, hat aber keinen Einblick in das Innenleben und keine Kontrolle darüber.

Das ist der Kern des Vergleichs: Bei Moodle bestimmt die Schule oder das Land selbst, bei itslearning bestimmt die Firma.

Wo liegen die Daten? (Hosting und Datenschutz)11.06.2026

Weil Moodle quelloffen ist, kann man es selbst betreiben, also auf eigenen Servern, zum Beispiel in Deutschland. Dadurch behält man die Kontrolle darüber, wo die Daten der Schülerinnen und Schüler liegen.

itslearning läuft als Cloud Dienst auf den Servern des Anbieters. Das ist bequem, bedeutet aber, dass die Daten dort liegen, wo der Anbieter sie speichert, und nicht bei der Schule. Da an Schulen Daten von oft minderjährigen Personen verarbeitet werden, ist dieser Punkt besonders wichtig.

Was kostet das wirklich?10.06.2026

Kostenlos bedeutet bei Open Source nicht automatisch gratis. Bei Moodle fallen keine Lizenzgebühren an, aber Server, Wartung und Support kosten trotzdem Geld, nur eben nicht als Lizenz an eine einzelne Firma.

Bei itslearning zahlt man eine Lizenz oder ein Abo an den Anbieter und bekommt dafür den fertigen Dienst inklusive Betrieb. Man kauft sich also vor allem Bequemlichkeit ein.

Kann man es anpassen?10.06.2026

Weil der Code offen ist, lässt sich Moodle mit Plugins erweitern oder direkt im Quellcode anpassen. Fehlt eine Funktion, kann sie selbst oder im Auftrag ergänzt werden. Dieser Kurs ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine Moodle Umgebung an eigene Bedürfnisse angepasst werden kann.

Bei itslearning stehen die Funktionen zur Verfügung, die der Anbieter vorgesehen hat. Fehlt etwas, bleibt nur, darauf zu warten, ob und wann die Firma es einbaut.

Wer kümmert sich um Updates und Probleme?11.06.2026

Hier liegt eine echte Stärke von itslearning. Wartung, Updates und Support übernimmt vollständig der Anbieter. Tritt ein Problem auf, ist die Firma dafür zuständig, und die Schule muss sich um nichts kümmern.

Bei selbst betriebenem Moodle muss sich jemand darum kümmern, zum Beispiel das Land, ein Dienstleister oder eine Administratorin. Mehr Kontrolle bedeutet also auch mehr eigene Verantwortung. Beide Modelle haben damit ihre Berechtigung, je nachdem, was einer Schule oder einem Land wichtiger ist: Unabhängigkeit und Anpassbarkeit auf der einen Seite, ein rundum betreuter Dienst auf der anderen.

Quellen und Bildnachweiszuletzt abgerufen: 08.06.2026
Last modified: Thursday, 11 June 2026, 9:47 PM